Überlegungen für die Folgenutzung der Tagebauflächen sollten in alle Richtungen gemacht werden. Neben der für unsere Region notwendigen wirtschaftlichen Infrastruktur, für die ohnehin nur einen Teil der Flächen sinnvoll genutzt werden kann, sind ökologische Maßnahmen ebenso wichtig; Arbeitsplätze allein machen Stadt und Landkreis nicht lebenswerter.

Die Idee, aus den nun brachliegenden Flächen unterhalb des Paläons ein Naturerlebnis-Reservat zu schaffen ist daher begrüßenswert. Dies wäre nicht nur ein Gegenpol zur industriellen Folgenutzung am Standort Buschhaus, sondern böte weiteres touristisches Potential; ein Baumwipfelpfad beispielsweise könnte das Gelände trotz weitestgehender Naturbelassenheit "aus der Luft" erschließen und so für Besucher begehbar machen. Auch das Paläon würde dadurch eine Aufwertung erfahren.

Allerdings wird sich das „Erlebnis Wildnis“ nur umsetzen lassen, wenn sich sowohl Gelder als auch Verantwortliche dafür finden, idealerweise das Land, eine Stiftung oder ein Verein wie der Geopark. Eine finanzielle Beteiligung oder Trägerschaft der Stadt Schöningen schließt sich schon aufgrund der Haushaltslage aus.

Christoph Daether
(UWG-Gruppe)