Seit Ende des Krieges hatte in unserem Schöningen die SPD die absolute Mehrheit. Die CDU und Bündnis90 / Grüne hatten zusammen mit der FDP gemeinsam immer eine Stimme zu wenig. Da reifte bei Einigen in unserer kleinen Stadt die Idee zur Gründung einer unabhängigen Wählergemeinschaft heran. Unter der Führung von Dr. Horst Malitz wurde in den Festsaal des Deutschen Hauses eingeladen und die Resonanz war recht ordentlich.


Die Anfänge

Als es dann aber darum ging, wer Mitglied werden will und sich aufstellen lassen möchte um Verantwortung zu übernehmen in der Ratsarbeit, trennte sich der Weizen von der Streu. Und dennoch: Bei unserem ersten Antritt zur Wahl zum Stadtrat, den Ortsräten und dem Kreistag schafften wir den Einzug.

Dr. Horst Malitz, Reinhold Menge und Ekkehard Rautmann als Fraktionsvorsitzender.

 

Bei der letzten Kommunalwahl 2016 stellten sich insgesamt acht unserer Mitglieder zur Wahl. Mit drei Frauen am Start hatten wir somit eine überdurchschnittlich hohe Frauenquote.
Dieses Jahr haben wir zehn Kandidatinnen und Kandidaten von unserer UWG und einen Kandidaten von der Wählergemeinschaft ZIEL, die bei den Kommunalwahlen im September für ein besseres Schöningen antreten. Wir sind ein eingetragener Verein! Keine Partei!

Unsere Hauptthemen sind soziales Engagement für Groß und Klein sowie Alt und Jung; eine starke Wirtschaft und ein buntes kulturelles Leben.

Unser innenpolitisches Ziel 2016 war es, die starren Strukturen endlich aufzubrechen. Das ist uns voll und ganz gelungen. Die Zeiten der absoluten Mehrheit einer Partei in unserem Stadtrat sind vorbei. Und so solle es bleiben. Es war und ist an der Zeit für Unabhängigkeit. Nur mit einer starken UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft), können hier in unserem Schöningen die Machtverhältnisse im Stadtrat positiv verändert werden.

Janina
Janina Ekki Johannes Berthold Jens

 
Marina Torsten Thomas Tudrzierz Thomas Baumgart Jörn

Mit auf unserer Liste ist auch Christoph Daether von ZIEL (Zukunfts-Iniative-Elm-Lappwald).

   

Wenn Sie auf einen Namen klicken, erfahren Sie mehr über unsere Kandidatinnen bzw. die Kandidaten.

 

Sie haben Interesse an einer aktiven Mitarbeit auf politischer Ebene, haben aber keine Lust auf Parteiengeklüngel und Fraktionszwang? Dann sind Sie bei uns richtig. Wir sind die Unabhängigen und das sind unsere Mandatsträger im Stadtrat selbstverständlich auch!

Telefonisch bin ich stellvertretend für den Vorstand tagsüber zu erreichen und gebe gerne Auskunft:
Ekkehard (Ekki) Rautmann: 0 53 52 / 908 23 63 oder 01 76 56 72 12 92

Etwas das oft nicht gesehen wird, ist die viele Arbeit, die vor einer Ratssitzung liegt.

Ein Ratsmitglied bekommt von der Verwaltung Unterlagen – und das nicht zu knapp – über die dann in öffentlicher- oder nicht öffentlicher Sitzung entschieden wird. Einfach nur durchlesen ist nicht. Da muss man sich bei vielen Sachgebieten schlau machen und recherchieren.

Ein Beispiel:

Im Hopfengarten sollte ein Neubau errichtet werden. Bauzeichnung und Beschreibung waren der Vorlage beigelegt. Alles soweit in Ordnung. Dummerweise stand in der Vorlage, dass das Baugebiet für maximal zweigeschossige Bebauung freigegeben ist. Das Haus sah mir aber nach mindestens dreigeschossig aus. Mit voll ausgebautem Dachgeschoss. Doch wann ist ein Dachgeschoss ein vollwertiges Geschoss und muss laut Bebauungsplan auch so angesehen werden? Otto-Normal-Ratsfrau oder -Ratsherr weiß so etwas nicht. Ich wusste es auch nicht. Also nachforschen – ich will ja nicht dumm sterben. Und das zog sich hin . . .

Es stellte sich heraus, dass mindestens 70% der Fläche eine Wandhöhe von 1,35m aufweisen muss. Dann ist es ein Geschoss. Diese Bedingung war erfüllt und dieses Haus darf im Hopfengarten einfach nicht gebaut werden.

Bei meiner Überzeugungsarbeit mit der CDU-Fraktion (die ja schon alles mit der SPD abgesprochen hatte), konnte ich vor der Sitzung deren Meinung zum Ratsbeschluss in ein Nein ändern.

Die Diskussion in der folgenden Ratssitzung gestaltete sich etwas lautstark. Nebenbei wurde dann auch mal ein Geschoss zu einem Stockwerk und so weiter . . . Das Ende vom Lied war dann, dass die SPD mit einer Stimme Mehrheit diese Fehlentscheidung durchgewunken hat. Man könnte sagen, dass ich mir die Mühe hätte sparen können. Aber dafür hatte ich mich damals nicht wählen lassen. Hinschauen und nicht weggucken!

Ekkehard Rautmann

2. Vorsitzender
Unabhängige Wählergemeinschaft Schöningen e.V.
38364 Schöningen
0 53 52 / 908 23 63

 

 

Unabhängige Wählergemeinschaften sind im deutschen Europawahlrecht „Sonstige Politische Vereinigungen“ (SPV). Das sind Vereinigungen, die zu Wahlen antreten, ohne den Status einer politischen Partei zu beanspruchen. Oft entstehen solche Gemeinschaften aus Bürgerinitiativen; engagierte Bürger schließen sich zur Kandidatur bei einer Wahl zusammen. Meistens liegt der Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Kommunalpolitik. Andere stellen ein meist kreatives Sammelbecken von parteilosen, aber politisch interessierten und engagierten Menschen dar. Diese Menschen möchten entweder nicht einer etablierten – bundesweit organisierten – Partei beitreten oder wollen die Kräfte der gemäßigt bürgerlich-konservativen Meinungen vor Ort bündeln. Je nach örtlichen Gegebenheiten treten in einer Kommune mehrere freie Wählergruppen zu den Wahlen an.
Bei den unabhängigen Wählergruppen ist es so, dass in einer Gemeinde eine bürgernahe Sachpolitik Vorrang vor der ideologisch geprägten Parteipolitik hat. Deshalb ist eine Zugehörigkeit zu einer der großen politischen Parteien in Deutschland weder wünschenswert noch notwendig, sondern eher kontraproduktiv.

 

 

 

Was wir wollten haben wir mit dieser Wahl schon mal erreicht: Die seit langer Zeit – leider – verkrustete und unflexible Haltung in der Schöninger Lokal-Politik aufzulösen. Jetzt geht es mit dem nächsten Schritt weiter. Tulpen

In der Ersten Ratssitzung nach den Wahlen, werden die Sitze in den Ausschüssen ermittelt. Ausschüsse können z.B. der Verwaltungsauschuss sein. Mehr darüber demnächst auf unseren Seiten. Bleiben Sie / bleibt Ihr einfach drann.